Trauung - Gott freut sich mit

"Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei", stellt Gott am Ende seines Schöpfungswerkes fest (1. Mose 2,18). Oft findet der Mensch erst zu seiner Bestimmung in Zweisamkeit. Und auch hier gilt wieder Gottes Urteil: "Und siehe, es war sehr gut."
Nach evangelischen Verständnis suchen die Eheleute im Traugottesdienst bewusst die Nähe Gottes. Der Schritt in die gemeinsame Zukunft ist zuallererst ein Grund der Freude. Er ist wie jede wichtige Lebensentscheidung aber auch mit der Frage verbunden, was die Zukunft bringen mag. Im Traugottesdienst bittet das Paar Gott um seinen Segen für die Ehe und für das Zusammenleben. Die Ehepartner versprechen sich vor Gott und der versammelten Gemeinde sich zu lieben, für einander da und einander treu zu sein. Sie bringen damit zum Ausdruck, dass sie auch Gott gegenüber verantwortlich füreinander sind.  
Die evangelische Trauung ist keine Eheschließung, sondern ein "Gottesdienst anlässlich der standesamtlichen Trauung". Rechtlich entscheidend ist das Jawort auf dem Standesamt, das vor der kirchlichen Trauung erfolgt.

  • add Wo können wir uns für die kirchliche Trauung anmelden?

    Setzen Sie sich mit dem Pfarramt der Kirchengemeinde, in der Sie wohnen in Verbindung und vereinbaren Sie mit der Pfarrerin / dem Pfarrer einen Termin für den Traugottesdienst und für ein vorbereitendes Traugespräch (Pfarramt der Christuskirche). Der Gemeindefinder gibt Ihnen die Antwort auf die Frage: Zu welcher Kirchengemeinde gehöre ich?

    Die Kontaktaufnahme sollte möglichst frühzeitig geschehen, bevor Sie einen Raum für das Fest mieten. Denn was nützt Ihnen das schönste Lokal, wenn die Pfarrerin / der Pfarrer an diesem Tag nicht kann?

  • add Wie läuft eine kirchliche Trauung ab?

    Der Traugottesdienst beginnt mit Begrüßung und Gesang. Nach der Predigt über den Trauspruch schließt sich die eigentliche Trauung an: Trauversprechen, Ringtausch, Segnung des Paares. Der Gottesdienst endet mit Fürbittengebet, Vaterunser und Segen für die Gemeinde.
    Gerne können Brautpaar, Verwandte und Freunde den Gottesdienst mitgestalten. Das Brautpaar kann beispielsweise sein Trauversprechen selbst formulieren, Freunde oder Verwandte können gute Wünsche für das Brautpaar im Gebet sprechen, Lesungen übernehmen oder musizieren.
    Alles dies besprechen Sie beim Traugespräch mit der Pfarrerin / dem Pfarrer.

  • add Können wir unsere Trauung auch in einer anderen Kirche feiern?

    Wir freuen uns darüber, wenn Sie Ihren Traugottesdienst bei uns im ökumenischen Gemeindezentrum feiern. Hier haben Sie sogar die Wahl zwischen einem kleineren und einem größeren Kirchraum – je nachdem wie viele Gäste den Gottesdienst mit Ihnen feiern wollen
    Die Trauung in einer anderen Kirche ist aber auch möglich, sofern diese in der Nähe von Böblingen liegt (z.B. in der Stadtkirche in Böblingen oder in der Martinskirche in Sindelfingen). Sprechen Sie Ihren Pfarrer / Ihrer Pfarrerin einfach darauf an.

  • add Wie sind die formalen Voraussetzungen für eine kirchliche Trauung?

    Voraussetzungen für eine kirchliche Trauung sind, dass beide Ehepartner eine kirchliche Trauung wünschen  und mindestens einer der Ehepartner der evangelischen Kirche angehört. Außerdem dürfen keine gravierenden seelsorgerlichen Bedenken gegen das Zustandekommen der Ehe und den Umgang der Ehepartner miteinander bestehen. Die standesamtliche Eheschließung des Paares muss in Deutschland vor der Trauung nachweislich vollzogen sein. 

  • add Was ist Gegenstad des Traugesprächs?

    Die Pfarrerin oder der Pfarrer trifft sich mit dem Brautpaar zur Vorbereitung der Trauung und um die Gestaltung des Gottesdienstes gemeinsam zu planen. Im Zentrum dieses Gesprächs steht das Brautpaar: Ihr Leben, ihre Familien und ihre Vorstellungen von Liebe und Partnerschaft. Wichtiges für die persönliche Gestaltung des Gottesdienstes und der Ansprache wird in diesem Gespräch besprochen. Zudem wählen Sie allein oder mit Hilfe des Pfarrers einen Trauspruch aus der Bibel aus, der Sie zukünftig wie ein Lebensmotto begleiten soll. Und Sie sprechen darüber, in welcher Form Sie sich das Trauversprechen geben wollen. Braut und Bräutigam versprechen sich einander - und gegenseitig ihre Liebe und Treue.
    Beim Traugespräch wird auch das Anmeldeformular miteinander ausgefüllt. Dabei werden Sie auch nach Ihrem Tauf- und Konfirmationsdatum abgefragt. Bitte informieren Sie sich vorab. Spätestens zum Traugottesdienst muss zudem eine Heiratsurkunde vorliegen.

  • add Wie finden wir einen passenden Trauspruch?

    Der Trauspruch soll zu Ihrem Leben passen. Vielleicht haben Sie schon eine Bibelstelle gefunden - falls nicht, finden Sie Vorschläge auf der Internetseite trauspruch.de

  • add Ist eine kirchliche Trauung bei gleichgeschlechtlichen Partnern möglich?

    Der Kirchengemeinderat unserer Christuskirchengemeinde hat sich bereits im Oktober 2015 der „Initiative Regenbogen“ angeschlossen, die sich für eine Segnung gleichgeschlechtlicher Paare einsetzt. Nach langem zähen Ringen hat die Landessynode der württembergischen Landeskirche im März 2019 einem „Gesetz zur Einführung eines Gottesdienstes anlässlich einer Eheschließung zwischen zwei Personen gleichen Geschlechts“ zugestimmt. Dieses Gesetz soll wird 1. Januar 2020 in Kraft treten und soll es zunächst bis zu einem Viertel der Kirchengemeinden unserer Landeskirche ermöglichen, die Segnung gleichgeschlechtlicher Paare gottesdienstlich zu feiern. Ob auch unserer Gemeinde dazugehören wird, entscheidet allerdings der Oberkirchenrat.