Kirchen(wieder)eintritt

Oft können Menschen die Gründe kaum in Worte fassen, warum sie wieder in die evangelische Kirche eintreten möchten. Es ist ein unbestimmter Wunsch wieder dazuzugehören, die Sehnsucht nach einem Stückchen "Heimat". Manchmal gibt es auch einen bestimmten Anlass: Viele Menschen beginnen über eine Rückkehr in die Kirche nachzudenken, wenn sie ein Kind erwarten, sich kirchlich trauen lassen oder ein Patenamt übernehmen wollen. Aber auch schwere Erfahrungen wecken Fragen nach einem "Mehr", nach Kirche, Gott, Gemeinschaft.
Wir freuen uns über jeden, der beschließt, (wieder) ein Teil unserer Gemeinschaft zu werden.

  • add 10 Gründe in der Kirche zu sein

    1. Hoffnung statt Zukunftsangst
    In der Kirche hören Sie die gute Nachricht von der Liebe Gottes zu den Menschen und zu seiner Schöpfung. Angesichts des Leids und des Bösen in der Welt ist es nicht immer leicht, darauf zu vertrauen.

    2. Besinnung statt Hektik
    Kirchen sind zweckfreie Räume, stille Oasen inmitten des oft hektischen Alltags. In Kirchen können Sie zur Ruhe kommen und Gottes Gegenwart spüren.

    3. Halt statt Uferlosigkeit
    Die kirchlichen Sonn- und Feiertage mit ihren Themen, ihren Liedern und ihrer Atmosphäre prägen das Jahr. Die Kirche setzt sich für die Beibehaltung dieser Tage ein und erinnert an die Notwendigkeit von Haltepunkten im Treiben des Lebens. Taufe, Konfirmation, kirchliche Trauung … erinnern an das, was wirklich wichtig ist im Leben: Gottes Segen.

    4. Klarheit statt Gleichgültigkeit
    Im Leben Jesu können Sie wahre Werte erkennen: Friedfertigkeit und Mut zur Wahrheit, Nächstenliebe und Ehrfurcht vor dem Leben. Das sind Maßstäbe, die für die Kirche gelten, auch wenn sie ihnen im Laufe ihrer Geschichte nicht immer gerecht wurde.

    5. Auftanken statt Abstottern
    In der Kirche wird Ihnen Segen zugesprochen. Hier herrscht nicht das Prinzip von Leistung und Gegenleistung, Sie können vielmehr spüren, wie gut es tut, zu empfangen und das Leben als Geschenk zu entdecken.

    6. Wertschätzung statt Bewertung
    Die christliche Botschaft betont die Würde und Einmaligkeit jedes Menschen. Sie werden nicht beurteilt, sondern ernst genommen als eigenverantwortlicher Mensch mit Ihren Gaben und Eigenheiten, Stärken und Schwächen. In die Kirche dürfen Sie kommen, wie Sie sind.

    7. Solidarität statt Egoismus
    Die Liebe Gottes gilt allen Menschen seiner Schöpfung. Menschen in der Kirche fühlen sich darum auch mit den Schwachen und Benachteiligten in nah und fern verbunden. Zahlreiche kirchliche Hilfsprojekte machen dies deutlich. Christen treten mit ihrem Gebet und ihrer Tatkraft für andere ein.

    8. Gemeinsamkeit statt Einsamkeit
    In der Kirchengemeinde finden Sie eine Gemeinschaft ganz besonderer Art. Sie umfasst ganz unterschiedliche Menschen von jung bis alt. Trotz aller Unterschiede verbindet diese Menschen die Aufgeschlossenheit für die Botschaft Jesu Christi. Den verschiedenen Interessen und Bedürfnissen der Gemeindemitglieder entspricht das breite Angebot an Kreisen, Gruppen, Einrichtungen und Veranstaltungen.

    9. Vergebung statt Verdrängung
    Auch Christinnen und Christen leben nicht frei von Konflikten. Die Kirche erinnert daran, dass Jesus uns Mut gemacht hat, zu unseren Fehlern zu stehen und einander zu vergeben. Beichte und Abendmahl können Befreiungserfahrungen sein. Solche Erfahrungen helfen Menschen in der Kirche, sich auf Neuanfänge einzulassen und so Konflikte zu bewältigen.

    10. Kulturelle Aufgeschlossenheit statt Einseitigkeit
    Kirchliche Musik und Kunst vieler Jahrhunderte sind bis heute prägende Kräfte unserer Kultur; in der Kirche wird dieses Erbe gepflegt. Weil Glaube auch heute lebendig ist, entstehen immer neue zeitgenössische Kunstwerke und Lieder. In Kindergärten, Schulen, in der Erwachsenenbildung und Akademien nimmt Kirche einen wichtigen Bildungsauftrag wahr.

    (Quelle: www.elk-wue.de/service/kirchenwiedereintritt )

  • add Ich möchte wieder in die Evangelische Kirche eintreten. Wie geht das?

    Sicher hatten Sie Ihre Gründe dafür, einmal aus der Kirche auszutreten. Dieser Schritt muss jedoch nicht endgültig bleiben. Wenn Sie wieder in die Evangelische Landeskirche eintreten möchten, setzen Sie sich mit der Pfarrerin/dem Pfarrer Ihrer Kirchengemeinde in Verbindung. Das kann das Pfarramt der Christuskirche sein oder ein anderes Pfarramt. Der Gemeindefinder gibt Ihnen die Antwort auf die Frage: Zu welcher Kirchengemeinde gehöre ich?

  • add Ich war bisher in keiner christlichen Kirche. Was ist dann zu tun?

    Dann ist Ihr Eintritt in die Evangelische Landeskirche mit der Taufe verbunden (siehe Taufe). Für Ihre Taufe ist eine inhaltliche Vorbereitung erforderlich. Bitte setzen Sie sich mit der Pfarrerin / dem Pfarrer Ihrer Kirchengemeinde in Verbindung.

  • add Wie kann ich von der katholischen in die evangelische Kirche übertreten?

    Bitte überlegen Sie, was Ihre Gründe für einen Wechsel der Konfession sind. Wenn möglich, suchen Sie aus Gründen der Fairness auch das Gespräch mit dem katholischen Kollegen. Bevor Sie in der evangelischen Kirche beitreten, müssen Sie formal aus der katholischen Kirche austreten. Dies tun Sie auf dem Standesamt.

  • add Wie erfolgt der Kirchen(wieder)eintritt konkret?

    Sie führen im Pfarramt ein Gespräch mit der Pfarrerin / dem Pfarrer Ihrer Kirchengemeinde. Dabei füllen Sie einen Antrag auf Aufnahme in die evangelische Kirche aus und unterschreiben diesen. Durch Unterschrift und Dienstsiegel des Pfarrers wird Ihr Entschluss rechtskräftig. Das Pfarramt teilt Ihren Kircheneintritt allen maßgeblichen Behörden mit.
    Wenn Sie es wünschen kann der Kirchen(wieder)eintritt auch äußerlich zum Ausdruck gebracht werden. Dies kann z.B. entweder im Rahmen eines Gottesdienstes oder im Anschluss an einen solchen im kleinen Kreis erfolgen.
    Um in die Kirche (wieder)einzutreten können Sie sich auch an die Kirchen(wieder)eintrittsstelle der Evangelischen Landeskirche in Württemberg unter der kostenlosen Rufnummer 0800 8138138 wenden oder eine E-Mail schreiben: Eintritt@elk-wue.de.

  • add Was brauche ich für den Kirchen(wieder)eintritt?

    Es ist gut, wenn Sie Ihre Taufbescheinigung mitbringen, oder zumindest das Taufdatum und den Taufort in Erfahrung bringen. Wenn Sie bereits einmal in der Kirche waren, sollten Sie auch Ihr Austrittsdatum wissen.

  • add Woher weiß ich, welches Pfarramt für mich zuständig ist.

    Zuständig ist das Pfarramt der Kirchengemeinde, in der sie wohnen. Das kann das Pfarramt der Christuskirche sein oder ein anderes Pfarramt. Der Gemeindefinder gibt Ihnen die Antwort auf die Frage: Zu welcher Kirchengemeinde gehöre ich?